Wortlaut: Marita Raßmann ist ehrenamtliche Küsterin in der Kirchengemeinde Bredeney

Marita Raßmann

Marita Raßmann

„Es macht mir unglaublich viel Freude, am Gelingen der Gottesdienste Anteil zu haben.“

Marita Raßmann übt in der Evangelischen Kirchengemeinde Bredeney bereits mehrere Ehrenämter aus: Sie übernimmt im Gottesdienst den Dienst als Lektorin, hilft regelmäßig bei der Verschönerung des Kirchplatzes und ist Mitglied der Gemeindebriefredaktion. Seit zwei Jahren engagiert sie sich außerdem im ehrenamtlichen Küsterdienst ihrer Kirchengemeinde. In ihrem Bericht erzählt sie, welche Aufgaben mit dieser Tätigkeit verbunden sind und warum ihr die Mitarbeit als Küsterin so viel Freude bereitet:

„Unsere Küsterteamleiter, Irmhild und Manfred Janz, die seit den Anfängen dabei sind, rufen das aus ca. 20 Personen bestehende Team (meist Ehepaare, die gemeinsam den Dienst machen) zwei Mal im Jahr zur Terminbesprechung für das jeweilige nächste halbe Jahr zusammen. Zum Zeitpunkt der Besprechung liegt eine Liste vor mit allen Gottesdiensten des entsprechenden Zeitraumes und allen wichtigen Angaben wie Prediger des Sonntags, Ort (Kirche Am Brandenbusch oder Am Heierbusch), Besonderheiten (Feiertage oder Art des Gottesdienstes). Jeder aus dem Team hat die freie Auswahl, wann er Dienst machen möchte, das kann einmal sein oder auch öfter. Wenn alle Termine vergeben sind, wird der Küsterplan fertiggestellt, an alle Betreffenden verteilt und in den Kirchen ausgehängt.

Organisatorisch ist jeder Küster frei in seiner Planung: Entweder werden die Vorbereitungen für den Gottesdienst am Samstag getroffen oder am Sonntagfrüh. Sonntagmorgen wird die Kirche aufgeschlossen, die dankenswerterweise gespendeten Blumen werden auf den Altar gestellt, die Lieder, die vorher beim Pfarrer erfragt werden, müssen in die Liedtafeln gesteckt werden, die Antependien (Altar-/Kanzelbehang) müssen kontrolliert und eventuell gewechselt werden, die Mikrofone werden getestet und der Kirchenkaffee muss vorbereitet werden. Das heißt, Geschirr wird bereitgestellt, Tischdecken kommen auf die Tische, es sind da der eigenen Kreativität bei der Deko keine Grenzen gesetzt, Kaffee wird gekocht, damit die Gemeinde nach dem Gottesdienst noch fröhlich zusammen bleiben kann.

Aber erst einmal zum Gottesdienst: Je nach Kirche und Tag des Gottesdienstes müssen die Glocken geläutet werden, Licht, Lautsprecheranlage usw. müssen angeschaltet werden. Das Abendmahl bzw. Taufen werden vorbereitet, die Menschen werden beim Eintreffen freundlich begrüßt und für die Statistik gezählt. Die Kollekte wird nach der Predigt und am Gottesdienstende gesammelt.

Nach dem Gottesdienst wird die Kirche wieder ‚aufgeräumt’, alles wird ausgeschaltet und an seinen Platz gebracht. Nachdem alle Gottesdienstbesucher fröhlich den Heimweg angetreten haben, wird auch noch der Gemeindesaal aufgeräumt und das Geschirr (Spülmaschine vorhanden) in die Schränke geräumt. Wenn das alles dann geschafft ist, wird alles noch einmal kontrolliert und die Kirche ordnungsgemäß verschlossen. Die Kirchenschlüssel werden an den jeweiligen nächsten Küster weitergegeben.

Ich bin seit zwei Jahren im Küsterteam tätig und es macht mir unglaublich viel Freude, am Gelingen der Gottesdienste meinen Anteil zu haben. Auch wenn es sich nach viel Arbeit anhört, haben wir trotzdem viel Freude bei unserer Arbeit, ich denke, da spreche ich für das gesamte Team. Erwähnen möchte ich noch, dass wir alle Laien sind, trotzdem läuft (fast) alles reibungslos ab und Niemand steht alleine da, wir helfen uns selbstverständlich alle gegenseitig.“

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