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3. Aktionstag zur Suizidprävention

Gedenken und Fortbildung

Essen, 01.08.2026. Die Telefonseelsorge Essen, der Förderverein Essener Telefonseelsorge FETS, der Caritasverband für die Stadt Gelsenkirchen und der Verein Suizidprävention Gelsenkirchen laden am 9. und 10. September zum Gedenken und zu Informationen zur Suizidprävention ein.

Der Welttag der Suizidprävention macht seit 2003 weltweit auf die hohe Zahl von Suiziden und auf die Möglichkeiten ihrer Verhinderung aufmerksam. Jedes Jahr am 10. September rufen Organisationen der Suizidprävention zum gemeinsamen Handeln auf. In Deutschland sterben jährlich mehr als 10.000 Menschen durch Suizid. Das sind mehr Todesfälle als durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten und illegale Drogen zusammen. In Deutschland gibt es weit über 100.000 Suizidversuche im Jahr. Von jedem Suizid und Suizidversuch sind mehr als 10 An- und Zugehörige betroffen. Suizide sind vermeidbar.

SCHON EIN GESPRÄCH KANN ENTLASTEND WIRKEN

Menschen mit Suizidgedanken möchten nicht unbedingt sterben. Über Suizid und Suizidgedanken zu sprechen, ist sehr hilfreich. Ein Gespräch kann sehr entlastend wirken. Viele Betroffenen berichten, dass der Leidensdruck abnimmt, die Suizidgedanken weniger stark und weniger häufig werden und wieder mehr Hoffnung entsteht, wenn sie über ihre Suizidgedanken sprechen können.

Der 10. September ist ein internationaler Aktionstag, der aufklärt, Betroffene unterstützt und zum Reden ermutigt. Er ist auch ein Tag des Gedenkens – ein Raum, um gemeinsam zu trauern, Erinnerungen zu teilen und Hoffnung zu spenden. Auch der durch Suizid Verstorbenen wird an diesem Tag gedacht. Hier kann den Hinterbliebenen einen Raum geboten werden, in dem sie ihrer Erfahrung von Verlust und Trauer Ausdruck verleihen und sie miteinander teilen können.

AKTIONSTAGE AM 9. UND 10. SEPTEMBER

Im Jahr 2026 wird es in Essen zwei Aktionstage geben. Zur Vorbereitung haben sich die TelefonSeelsorge Essen, der Förderverein Essener TelefonSeelsorge FETS e.V., der Caritasverband für die Stadt Gelsenkirchen e.V. und der „Suizidprävention Gelsenkirchen e.V.“, ein Verein, der junge Erwachsene in suizidalen Krisen im Ruhrgebiet betreut, zusammengeschlossen.

So wird es am Vorabend des Weltsuizidpräventionstages, am Mittwoch, 9. September, um 18.30 Uhr in der Marktkirche in der Essener Stadtmitte eine Gedenkfeier für die Menschen, die durch Suizid gestorben sind, und für ihre Angehörigen geben.

Am Donnerstag, 10. September, gibt es dann von 14.30 bis 17.30 Uhr auf dem Gelände des Welterbes Zeche Zollverein eine Forumsveranstaltung zur Suizidprävention bei jungen Menschen. Eingeladen sind Experten und Expertinnen, Politikerinnen und Politiker, Seelsorgerinnen und Seelsorger, Lehrerinnen, Lehrer und weitere Interessierte. Thema der Podiumsdiskussion: „Was funktioniert – und was fehlt in der Unterstützung junger suizidaler Menschen?“ Die Veranstaltung ist kostenfrei, aber da dort die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich. Die Kontaktdaten finden Sie im Einladungsflyer, der unten auf dieser Seite verlinkt ist.

Bei beiden Veranstaltungen wird die Poetry-Slammerin Chiara Devenish auftreten. Am Rande des Forums wird Niclas Arenz live „Gedichte aus der Schreibmaschine“ verfassen.

 

 

 

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